"Kunst-Geschichten" - Das Bild, mit dem ich lebe.

    27. Juni bis 25. Juli 2004

    Das GSH-Kunstforum rief Bürger aus Waldkirch und Umgebung auf, dem Georg-Scholz-Haus (GSH) für vier Wochen das liebste Bild oder die liebste Skulptur für eine Ausstellung zu leihen. Fast 70 Exponate unterschiedlichster Art und Qualität sind angeliefert worden.
    "Und warum bringen Sie uns das und was ist daran so wichtig für Sie?" wurden die Leihgeber gefragt. Nicht nur eine große Bandbreite von Kunst-Originalen sondern auch viele interessante Geschichten sind eingegangen und werden ab Sonntag, 27. Juni, zu sehen bzw. zu lesen sein. Von der einfachen Kinderkopfplastik bis zu Bildern berühmter Maler wie Dali und Nolde reicht die Palette. Und immer ist auch wichtig, warum liebt der Leihgeber "sein" Kunstwerk und würde es um alles in der Welt nicht mehr hergeben wollen, es sei denn für einige Zeit ins Georg-Scholz-Haus.

    Die Ausstellung vermittelt einen überraschenden Blick in Wohnungen, Wohnzimmer und Häuser, wo Kunst ein Zuhause bekommen hat.

    Eine Rezension der Ausstellung finden Sie beim Online Kunstmagazin Regioartline.


Begleitprogramm
    Vernissage
    Begrüßung: Dr. Rainer Höll
    Einführung: Toni Bürkle, Rektor i.R.
    Musikalische Umrahmung: "Sax Connection" der Musikschule Waldkirch
    Sonntag, 27. Juni 2004, 11 Uhr

    Wirkung von Kunst
    Kunstgespräch und Führung mit Professor Eberhard Brügel (PH Freiburg)
    Donnerstag, 8. Juli 2004, 20 Uhr

    Lyrik-Matinee
    mit Hans Thill (Heidelberg), dem dies jährigen "Peter Huchel-Lyrikpreis"-Träger
    Sonntag, 11. Juli 2004, 11 Uhr

    Schreib-Matinee
    in der Ausstellung mit Roland Burkhart und Peter Joswig
    Sonntag, 18. Juli 2004, 11 Uhr

    Finissage
    mit der Gruppe "Regiokonzert"
    Sonntag, 25. Juli 2004, 11 Uhr


Öffnungszeiten
    Di - Do, Sa 15 - 18 Uhr
    Do, Abendöffnung 18 - 21 Uhr
    So und Feiertag 10 - 13 Uhr
Kunstgeschichten







        Kühle Religionen

        im kniehohen Kraut wuchs man rasch heran
        zu Tannen die beisammen standen
        spitze Häuser im Nacken der Berg eine
        altbekannte Kante

        das Land eine Unebenheit zwischen
        Wasserläufen ein Kaffeefleck auf dem
        allmächtigen weißgedeckten Tisch

        abschüssige Jahre man weiß nicht
        von welchem Punkt aus zu vermessen
        welche Gebirge in einsameren Gegenden
        aufgeschüttet wurden

        heiliger Berg klotziger zugiger
        Brautkörper Gräber weithin zu sehen
        und Türme alle gleichnamig dazwischen
        unverständliche Dialekte zu lesen

        Gedicht von Hans Thill
        (aus dem gleichnamigen Gedichtband des eingeladenen Autors, erschienen im Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 2003)